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Wappen der Schwertbrüder Deutschlands
Remter
Link zur Ritterschaft vom Goldenen Greiff
Ordo hodie
Wappen des Magister Magnus

A.D. 2015

„Wehren – Schützen - Helfen!“
Dieses Panier führt der Schwertbrüderorden in Deutschland.
Es verdeutlicht in seiner Trinität die jahrhundertelange Verbindung zum Deutschen Orden. Unsere Intuitionen sind jedoch grundlegend andere.

Wehren
Indem wir unser Wissen, unser Können und unsere Kultur bewahren, wehren wir uns gegen den zunehmenden Verfall existentieller sozialer Werte, die durch viele Jahrhunderte unserer kultivierten abendländischen Gesellschaft Ansehen, Achtung und breiten Respekt entgegen brachten. Diese geht mehr und mehr verloren im Mainstream der modernen Interpretation vom Miteinander und im Zuge sozialer Kälte aus der finanziellen und religiösen Globalisierung. Nicht nur wir versuchen seit vielen Jahren diesem Zeitgeist entgegenzuhalten. Wir werden dieses Ziel niemals aus den Augen verlieren. Unser Augenmerk liegt auf den jungen Menschen unserer christlichen Gesellschaft, um im respektvollen Miteinander der Generationen, der zunehmenden Frustration und Isolation der Jugend in Perspektivenlosigkeit, mit lebendigen Alternativen und Werten entgegenzutreten. Die Einbindung junger Erwachsener in das Ritterliche Freifechtercorps mit Unterweisung in die hohe Kunst des sportlichen Langschwertfechtens, sowie das geregelte Leben in der ritterlichen Gemeinschaft, sind unsere Instrumente. Dort schulen wir Verantwortung, Selbstbeherrschung, Einordnung in eine Gemeinschaft und Anstandsregeln. Dies alles sind gewachsene Werte, die eine funktionale Gesellschaft existentiell braucht.

Schützen
Wir schützen uns soweit wie möglich vor all denen, die sich mit einem seit dem 14.08.1919 nicht mehr geschützten Rittertitel des alten Reichsstandes brüsten, die ihn nach eigenem Dafürhalten annehmen, ihn zugunsten eigener Einnahmen verkaufen oder ihn politisch, unter Vorspiegelung von Gemeinnützigkeit, für sehr persönliche Zwecke instrumentalisieren. Und auch vor jenen, die mit gänzlich falschen oder nicht nachweisbaren historischen Beziehungen zum einstigen militärischen Orden SBO ihre eigene Selbstdarstellung untermauern. Wir schützen uns vor Freizeit-Gesellschaften aller Couleur, die Namen, nebst Siegel und Zeichen des aktiven Schwertbrüderordens unter gänzlicher Missachtung seiner bestehenden und auch gesetzlich garantierten Rechte, als ihr selbstverständliches Eigentum darstellen und auf diese Weise für Selbstzwecke Werbung machen. Wir schützen uns, indem wir uns sichtbar abgrenzen und Missbrauch öffentlich machen. Der Schwertbrüderorden in Livland als Institution, existiert juristisch und politisch seit 1561 nicht mehr und hat weder in Österreich noch in Deutschland legitime Nachfolgeorganisationen unter dem alten Namen; noch existiert er als Orden mit dem Ordenszeichen des roten Kreuzes über einem roten Schwert. Der Vatikan als Stifter A.D. 1207 hat seit 1235 den Livländer Orden weder in Eigenständigkeit entlassen, noch ihn nach 1561 rekonstituiert. Auch steht eine Neuzulassung durch ihn oder von Staatswegen nicht im Raum. Der Schwertbrüderorden in Deutschland ist eine neugegründete Ordensgemeinschaft des 20. Jahrhunderts. Wir haben wie damals bewusst einen geschützten Rahmen geschaffen, um uns und unserem Nachwuchs einen Raum der Zugehörigkeit zu geben. Der SBO hält den juristischen Anspruch auf den Namen und das historische Zeichen im Siegel. Denn der SBO ist weder ein Verein, noch eine Freizeitgesellschaft, die ritterliches Brauchtum darzustellen versucht. Er ist ein konstituierter Ritterorden mit neuem Regelwerk, altem Partikularrecht und in Deutschland mit geschützten Zeichen. Recht und Regel der Tempelritter und des Deutschen Ordens liegen alledem zugrunde, da der Livländer Orden durch seine Geschichte zu beiden Orden eine strukturelle Verbindung hat. Der Ritterstand im SBO beruht bis heute auf realer Sukzession, ausgehend von ritterbürtigen Männern aus alten Familien, die im erloschenen Livländer Orden dienten. Ein Ritter im SBO dient heute seiner Gemeinschaft mit Hand, Geist und Herz, nicht mit Geld oder Geschenken. Er muss sich seine Sporen in der Gemeinschaft verdienen, denn der SBO verkauft und verschenkt seine Standesprivilegien nicht.

Helfen
Der Schwertbrüderorden hilft, indem er da ist. Er hilft sich, um sich für künftige Generationen zu erhalten. Er schuf Einrichtungen für die Unterweisung in unsere alte Kultur und hilf damit seinem Nachwuchs. Er leistete in der Vergangenheit finanzielle Hilfe für ausgewählte Einzelprojekte und notleidende Menschen. Der Orden wird dies auch künftig tun.

Nachgedanke
Ordo bedeutet Ordnung. Und in dieser Ordnung dienen Menschen an einem vorbestimmten Platz, selbstlos in ihrer Gemeinschaft, ohne egoistische Bestrebungen. Denn Schmuck und eitler Putz waren seit jeher Wegbereiter von Dekadenz, Selbstsucht und Zerfall. Ich nenne hier die Werbung von Rittervereinen und Anderen auf ihren Internetseiten, die sich ungeniert Orden nennen, ohne ein Solcher zu sein. Gruppen, die Fotos von Mitgliedern in fantasievollen "Ordensmänteln" und mit sogenannten "Halsorden" zeigen, die Preisangaben für diese Bekleidung und auch für angebotene Schwertleiten veröffentlichen. Gruppen, die frei erfundene frömmelnde Ordensregeln veröffentlichen und damit christliche Legitimität suggerieren wollen. Gruppen, die nicht selten auch Adelsprädikate und hohe Titel ohne Zugehörigkeit zum Erbadel anbieten, oder solche als Selbsterhöhung im Namenszusatz führen. Oder Frauen als Ritter führen, was aus standesrechtlichen Gründen unmöglich ist.
Sie alle sind dem ritterlichen Stand nicht zugehörig, seines nicht würdig und bieten ein trauriges Abbild von lächerlicher Selbstgefälligkeit und spiegeln den freien Fall in Anspruchslosigkeit unserer abendländischen Gesellschaft. Hier spätestens trennt sich Sein von Schein.

Möge dies jedem ein Anliegen sein, der ein Ordenskreuz begehrt oder eines in Würde trägt.


H.J.G. Dom. Callies
Magister Magnus
ordo et collegium fratrum militiae XPI de theutonia

 

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