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Historisches Wappen der Schwertbrüder Christi
Remter
Link zur Ritterschaft vom Goldenen Greiff
Livonia
Wappen Livlands

 

Marienburg bei Malbork
Marienburg bei Malbork

Livland ist die Bezeichnung für eine historische Landschaft und politische Einheit im Baltikum. Der Name geht auf die dort sich ansiedelnden finnischen Liven zurück. Zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert war Livland eine bedeutende Nation aufgrund Ihrer Exportgüter Holz und Hanf.
Im Spätmittelalter wurde mit Livland das gesamte Herrschaftsterritorium des Schwertbrüderordens bezeichnet. In seiner größten Ausdehnung umfasste Livland die die Gebiete der heutigen Staaten Lettland und Estland. Ab dem 16. Jahrhundert bezeichnet es die Landschaft nördlich der Düna.

Burg Segewold bei Sigulda
Burg Segewold bei Sigulda

Mit Zustimmung des Papstes verlieh 1207 Kaiser Philipp von Schwaben, Livland an Bischof Albert als Reichslehen unter der Schutzherrschaft des Schwertbrüderordens. Mit dieser ersten Staatsgründung im Baltikum wurde Livland Teil des Deutschen Reiches und Albert Reichsfürst. Die politische Ordnung wurde von einer Aufteilung in fünf geistliche Herrschaftsgebiete bestimmt: das Gebiet des Schwertbrüderordens, das Erzbistum Riga, sowie die Bistümer Dorpat, Ösel-Wik und Kurland. Diese Aufteilung blieb bis zum Ende der Ordensherrschaft 1561 im Wesentlichen unverändert. Nach der Eingliederung des Schwertbrüderordens in den deutschen Orden übernahm dieser 1237 die Schutzherrschaft über Livland.

Burg Treiden bei Riga
Burg Treiden bei Riga

Seit Mitte des 13. Jh. versuchten die livländischen Ordensbrüder durch Burgenbau und den Erwerb westlitauischer Territorien, eine dauerhafte Landverbindung mit dem Ordensland Preußen herzustellen, so 1252 die Gründung der Ordensburg Memel von Livland aus. Der darauf hin entflammte Konflikt mit Litauen gipfelte 1260 in der Schlacht bei Durben, die die wohl schwerste und verlustreichste Niederlage des Ordens in seiner Geschichte darstellt.

Burg Wenden bei Cesis
Burg Wenden bei Cesis

1522 zog die Reformation in Livland begünstigt durch die livländischen Ordensbrüder ein. Nachdem 1558 der russische Zar Iwan IV in Livland einfiel, trat der Heermeister Gotthard Ketteler Livland 1561 an Polen ab. Während des 30-jährigen Krieges gelangte Livland an Schweden. Der schwedische Anspruch an Livland wurde nach dem ersten nordischen Krieg mit dem Frieden von Olivia 1660 bestätigt. Nach dem großen nordischen Krieg fiel Livland an den russischen Zar Peter den Großen. Im Anschluss an den ersten Weltkrieg verzichtete Russland im Frieden von Brest-Litowsk von 1918 auf Livland, worauf es in die zwei Republiken Lettland und Estland aufgeteilt wurde.

 

 

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